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Eurosatory 2026: CSG zeigt Tadeas 4×4, CFL-120 Karpat und Tatra Force 8×8

Grüner sechsrädriger militärischer Panzerwagen in moderner Ausstellungshalle mit Panzer im Hintergrund.

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Eurosatory 2026 bei CSG: Weltpremiere des Tadeas 4×4

Am zweiten Messetag der Eurosatory 2026 gab es am Stand von CSG (Czechoslovak Group) eine Weltneuheit zu sehen: Tatra Defence Vehicles stellte den Tadeas 4×4 erstmals vor – gezeigt wurde die Ausführung als Führungsfahrzeug. Rund um diese Premiere arrangierte die tschechisch-slowakische Gruppe eine kleine Präsentation, die zudem den mittleren Kampfpanzer CFL-120 Karpat sowie den gepanzerten Lkw Tatra Force 8×8 mit Hakensystem umfasste.

Tadeas 4×4: Weiterentwicklung innerhalb der Tatra-Force-Familie

Der Tadeas 4×4 ergänzt die bereits laufende 6×6-Variante, die Tatra Defence schon produziert. Ein wesentlicher Teil des Konzepts liegt in den Gemeinsamkeiten mit ihr und mit der dritten Generation der Tatra-Force-Reihe: identische Fahrwerks- und Elektronikgrundlagen, das markentypische zentrale Tragrohr sowie die pendelnden Halbachsen mit Luftfederung, die den Tatra-Fahrzeugen ihre ausgeprägte Geländegängigkeit verleihen. Die geschweisste Wanne kann mit Zusatzpanzerung bis Schutzstufe 4 nach STANAG 4569 ausgerüstet werden; gleichzeitig bleibt das Dach so ausgelegt, dass je nach Kundenwunsch Luken, Waffenaufnahmen oder eine fernbedienbare Waffenstation integriert werden können. Faktisch setzt das Fahrzeug die Radpanzer-Familie fort, mit der der Konzern sein Portfolio erweitert – in derselben Linie wie der 4×4 Patriot von Tatra und Excalibur Army.

Tatra Force 8×8: MULTILIFT-Hakensystem für den automatisierten Modultransport

Etwas weiter hinten in der Ausstellung stand die dritte Generation des Tatra Force 8×8, diesmal mit gepanzerter Kabine und einem MULTILIFT-Hakensystem. Dieses ist dafür ausgelegt, Container und Missionsmodule automatisiert aufzunehmen, zu verlegen und wieder abzusetzen. Optisch ist das der unspektakulärste Teil des Auftritts – operativ aber einer, der ein konkretes Problem adressiert: schweres Gerät innerhalb eines Einsatzraums von A nach B zu bringen, ohne auf externe Transportmittel angewiesen zu sein.

CFL-120 Karpat: Mittlerer Kettenkampfpanzer mit 120-mm-Glattrohrkanone

Das eigentliche Schwergewicht der Präsentation war der CFL-120 Karpat. Dabei handelt es sich um einen mittleren Kettenkampfpanzer, den CSG gemeinsam mit der türkischen FNSS auf Basis des Fahrgestells Kaplan MT entwickelt hat. Aufgesetzt ist der Turm HITFACT Mk II des italienischen Herstellers Leonardo; die Hauptbewaffnung besteht aus einer 120-mm-Glattrohrkanone, die NATO-kompatible Munition verschiesst. Hinter dem Projekt steht die Absicht, die Wirkung eines Kampfpanzers der Hauptklasse in einem Fahrzeug von rund 34 Tonnen bereitzustellen – mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h – und dabei deutlich geringere Anforderungen an Transport, Kraftstoff und Instandhaltung zu stellen als bei einem mehr als 60 Tonnen schweren System. Die Munition ist ausserhalb des Mannschaftsraums untergebracht, eine konstruktive Entscheidung zugunsten der Überlebensfähigkeit. Als Sekundärbewaffnung sind ein 7,62-mm-Maschinengewehr sowie ein Fernwaffenmodul vorgesehen, das wahlweise ein 12,7-mm-Maschinengewehr oder einen 40-mm-Granatwerfer aufnehmen kann.

Der Karpat war erstmals im Mai auf der Messe IDEB in Bratislava gezeigt worden. Die Serienfertigung ist in den slowakischen Werken der Gruppe vorgesehen – inklusive Technologietransfer. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt den Arbeitsansatz von CSG: die Kettenfahrzeug-Erfahrung von FNSS – jenem Unternehmen, das auch das amphibische Fahrzeug MAV an die türkische Marine geliefert hat –, kombiniert mit dem Leonardo-Turm und einer eigenen industriellen Basis, die bereits Systeme vom DANA-Haubitzenprogramm und den RM-70 Vampire-Mehrfachraketenwerfern bis hin zu T-72-Kampfpanzern fertigt und modernisiert.

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